Folge 15: „Hauptsache gesund“? Wie unsere Geburtskultur deine Wunden übersieht.
Shownotes
In dieser Folge schauen wir auf die dritte Ebene von Geburtstrauma, die Geburtskultur. Wie Sätze wie «Nimm dich zusammen» oder «Hauptsache gesund» schon in der Kindheit in deinen Körper gehen, was sie bei der Geburt mit dir machen und warum so viele Frauen danach schweigen. Ich erzähle von meiner eigenen ersten Geburt und davon, wie eine neue Geburtskultur entstehen kann, von innen heraus.
Diese Folge schliesst die dreiteilige Reihe zur systemischen Sicht auf Geburtstrauma ab:
Folge 13: Warum dein Geburtstrauma mehr mit dir zu tun hat, als du denkst
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Folge 14: Wenn bei der Geburt niemand deine Hand hält
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Samstag, 14. November, 10 Uhr
Was alte Sätze und Schutzmuster mit deinem Körper machen, und wie du Einfluss auf deine Gefühle nehmen kannst.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Ein paar Tage nach der Geburt sitzt du auf dem Sofa.
00:00:05: Das Baby schläft gerade auf deine Brust, Besuch ist da.
00:00:10: Jemand fragt wie war es?
00:00:13: und du fängst an zu erzählen?
00:00:16: Nach drei Sätzen kommt die Antwort.
00:00:18: Hauptsache ihr seid beide gesunken.
00:00:30: Den nächsten Satz rund.
00:00:32: Und irgendwo in dir geht leise eine Tür zu.
00:00:37: Den Rest der Geschichte erzählst du an diesem Nachmittag nicht mehr.
00:00:42: Auch nicht in den Wochen danach!
00:00:45: Du musst dankbar sein, du hast ein gesundes Kind oder andere schaffen es doch auch?
00:00:51: Die Menschen die so etwas sagen vielleicht deine eigene Mutter Schwiegermutter meinen es meistens gar nicht schlecht und sie ahnen oft nicht was sie anrichten damit Es passiert was in dir, du beginnst dann an dir selbst zu zweifeln.
00:01:11: War es wirklich so schlimm?
00:01:13: Bin ich so empfindlich?
00:01:15: Das denkst Du auch wenn Du weißt dass es nicht stimmt.
00:01:21: Also machst Du weiter und kümmerst Dich um alles Was ansteht Und Wenn eine bekannte oder eine Freundin von ihrer schönen Geburt erzählt zieht sich dein Bauch zusammen.
00:01:35: Da ist Neid und erquält dich.
00:01:38: Du willst dir das doch können?
00:01:40: Du kämpfst dagegen an, weil du spürst.
00:01:43: Das bin doch nicht ich!
00:01:46: Dieser Nein zeigt dir wie sehr du dir selbst eine gute Geburt gewünscht hättest.
00:01:53: Viele Frauen kennen dieses Gefühl nach schweren Geburten.
00:01:59: In den letzten beiden Folgen ging es um das Nervensystem und die Menschen, die bei deiner Geburt dabei waren.
00:02:06: Heute schauen wir auf das was all das umgibt, nämlich unsere Geburtskultur.
00:02:14: Was meine ich damit?
00:02:17: In manchen Teilen der Welt gebiert eine Frau in der Hocke, in Seitenlage und ringt von Frauen aus ihrem Dorf.
00:02:26: Bei uns liegen viele Frauen bei der Geburt noch heute auf dem Rücken mit Herstohn- und Wehnmesser am Bauch.
00:02:36: Dabei wissen wir doch längst, dass die Rückenlage für die Geburt selten günstig ist.
00:02:42: Aber alte Gewohnheiten, alte Zöpfe halten sich lange.
00:02:47: Gewohnheit ist stärker als besseres Wissen!
00:02:52: Die Anthropologin Sheila Kitzinger hat solche Unterschiede auf der ganzen Welt beobachtet.
00:02:58: Geburtskultur ist alles was rund um die Gebur als normal gilt Wo du gebärst, wer dabei ist.
00:03:07: Was man sich vorher erzählt wie man sich benehmt was man tut was man nicht tut was man nachher sagen darf oder eben nicht.
00:03:16: Das meiste davon hast Du gelernt lange bevor Du schwanger warst.
00:03:22: Stell Dir vor Du bist fünf Jahre alt fällst hin und schürfst Dir das Knie auf Und natürlich brennt es Schmerzt es du weinst Und jemand sagt, ist doch nicht so schlimm sei nicht so wehleitig.
00:03:40: Ist schon vorbei.
00:03:41: Nimm dich zusammen!
00:03:44: Einmal gesagt ist das ein Satz.
00:03:47: Hörst du ihn oft genug?
00:03:49: Wird er zu deinem eigenen Gedanken und mit den Jahren wird daraus ein Bild von dir selbst.
00:03:56: Ich bin eine die nicht jammert.
00:03:59: ich halte durch.
00:04:01: egal was kommt Kopf runter und durch.
00:04:06: Darauf sind viele Frauen stolz.
00:04:09: Danach richtet sich dann auch deine Warnemung, welchen Schmerz du ernst nimmst und welchen du weggeschiebst.
00:04:18: Dreißig Jahre später legst Du dann im Kreissaal in Gebärsal eine Wehe kommt stärker als alles was Du kennst Und in Dir meldet sich diese alte unbewusste Gewohnheit Nimm Dich zusammen und der Körper folgt diesem alten Muster.
00:04:40: All das geschieht, ohne dass du es merkst.
00:04:43: Dein Körper macht was er sich gewohnt ist.
00:04:48: Dein Bauch wird hart, dein Becken zieht sich zusammen die Scholten gehen hoch der Atemwirflach.
00:04:56: Als Hebamme habe ich das so oft gesehen.
00:05:00: Wenn sich dein Körper zusammensieht wird es für dein Kind eng.
00:05:05: Die Wehe muss gegen diesen Widerstand arbeiten und es tut mehr weh.
00:05:11: Mit dem Schmerz kommt die Angst, um die Angst machst dich noch enger.
00:05:16: in der Geburtshilfe kennt man diesen Kreislauf.
00:05:20: bestimmt.
00:05:20: hast du auch schon davon gehört.
00:05:23: allein findet eine Frau hier kaum heraus.
00:05:28: Eine Frau, die ich begleitet habe Ich nenne sie hier Lea hat mir von ihrer Geburt erzählt.
00:05:36: Die Hebamme schlug ihr vor in die Badewanne zu gehen.
00:05:41: Lea stieg ins Wasser und fühlte sich darin nicht wohl.
00:05:46: Erst im Rückblick hat sie erkannt, dass in diesem Moment alles angefangen hat was danach schwierig wurde.
00:05:57: Es war der Moment in dem sie aufgehört hatte auf ihren Körper zu hören.
00:06:03: Sie hat die Hebammen bestimmen lassen Was in ihrer Geburt Richtig ist.
00:06:10: Das kam mir damals richtig vor und sie hat auch nichts gesagt, wie hätte also die Hebamme wissen sollen dass das nicht das Richtige war für Sie?
00:06:24: Warum tun wir das?
00:06:26: Und ich sage wir weil es so verbreitet ist Weil wir es so gelernt haben.
00:06:34: Ein Mädchen das folgt hört du bist so ein liebes Mädchen Ein Mädchen, das widerspricht gilt schnell als schwierig.
00:06:46: Wer so heranwächst merkt dann während einer Geburt sehr genau was erwartet wird.
00:06:55: wer so groß geworden ist kann dass dann nicht einfach ändern weil sich das im Unterbewusstsein abgespeichert hat.
00:07:05: sie tut dann was ihr gesagt wird auch wenn es vielleicht eben gar nicht erwartet wird.
00:07:14: Und sie erfüllt es, auch wenn ihr Körper etwas anderes sagt.
00:07:19: Die wissen es halt besser.
00:07:22: Das sind ja die Experten, die haben das schon hundertmal gemacht.
00:07:28: Dazu kommen die Geschichten, die du schon mitbringst.
00:07:33: Meine Mutter zum Beispiel hat mir erzählt wie furchtbar schlimm ihre Geburt war und diese Geschichten Die liegen bereit, wenn die erste Wehe kommt.
00:07:46: Du erwartest das Schlimmste und dein Körper spannt sich an bevor überhaupt etwas geschieht.
00:07:53: Was von außen mitspielt ist folgendes Aus Geburtshilfe ist in den letzten Jahrzehnten Geburzmedizin geworden.
00:08:05: Diese Medizin hat vielen Frauen und Kindern das Leben gerettet Damit ein Herr geht, aber auch eine Entfremdung.
00:08:16: Erinnerst du dich an das Piepsen der Geräte?
00:08:20: An den Blick der Hebamme oder der Ärztin auf?
00:08:24: Den Monitor auf die Verlaufskurve, während du dich haltlos gefühlt hast oder eine sichere Berührung gebraucht hättest?
00:08:34: Wenn alle auf Zahlen und Kurven schauen... Schaust du irgendwann mit und dabei geht die Wahrnehmung nach innen verloren.
00:08:44: Für deinen Körper, seine Impulse für deine Intuition.
00:08:51: Das meine ich mit Entfremdung.
00:08:53: Wir entfremden uns von unserem angeborenen inneren Körperwissen.
00:09:00: Ob Du Dich sicher gefühlt hast steht in keinem Protokoll Und es läuft eine Uhr.
00:09:10: Dabei hat jede Frau ihr eigenes Tempo.
00:09:14: Bei der einen ist das Kind nach wenigen Stunden da, die andere braucht zwei Nächte vielleicht drei und beides ist eine normale Geburt kann es sein wenn man sie lässt.
00:09:27: Dauer des Längeras vorgesehen wird eingegriffen.
00:09:32: manchmal ist das nötig und manchmal steht es so in den Leitlinien.
00:09:41: Nach der Geburt zählt dann, Mutter und Kind sind gesund.
00:09:46: Ja klar!
00:09:47: Aber was heißt gesund?
00:09:50: In der Nachtkontrolle geht es um die körperlichen Parameter Um Beckenboden, um Narben, um Blutdruck, um blutwerte.
00:10:03: Wenn du nachts wachligst Und dich die Geburt immer wieder einholt sind die meisten überfordert.
00:10:14: In früheren Zeiten haben Frauen viel öfters mitgekriegt, miterlebt wie es ist wenn eine Mutter wird Bei der Schwester bei den Nachbarin in ihrer eigenen Familie.
00:10:29: Heute halten viele Frauen ihr erstes Neugeborenes im Arm wenn es ihr eigenes ist.
00:10:36: Was sie wissen, haben sie aus Büchern und Apps aus dem Internet Aus Kursen.
00:10:44: Die eigene Mutter könnten Sie fragen, doch der ist es oft ähnlich ergangen?
00:10:49: So entstehen Familien heute ziemlich allein und nach ein paar Tagen im Spital sind sie sich selbst überlassen.
00:10:59: Drei Uhr nachts das Baby weint.
00:11:02: Die Naht brennt.
00:11:03: du bist so müde wie noch nie in deinem Leben Auf dem Händingskross du durch Bilder von strahlenden Müttern mit ihren Neugeborenen und du denkst, mit mir stimmt etwas nicht.
00:11:17: Das Bild der Mutter, die vom ersten Moment an glücklich ist und alles gerne gibt – das hält sich hartnäckig.
00:11:26: Darum halten so viele Frauen ihr Leiden für ihr persönliches Versagen.
00:11:34: Hier landen die Sätze vom Anfang Hauptsache gesund.
00:11:38: Andere hatten es schlimmer.
00:11:41: Du musst dankbar sein.
00:11:43: Sie treffen auf eine Frau, die als Kind gelernt hat sich zusammenzunehmen.
00:11:51: Sie passen her genau zu dem was sie ohnehin schon über sich denkt.
00:11:57: Darum wehrt sie sich nicht – sie übernimmt es ja!
00:12:00: Nach ein paar Wochen braucht es den Besuch auf dem Sofa gar nicht mehr.
00:12:05: Die Frau sagt diese Sätze selbst jedes Mal wenn Bilder von der Geburt hochkommen.
00:12:13: Sie bleibt allein mit dem, was sie erlebt hat.
00:12:18: Oft über die Haare ohne Hilfe.
00:12:22: Unsere Geburtskultur übersieht ihre Wunde und mit der Zeit lernt die Frau sie selbst zu übersehen.
00:12:35: Ich erzähle dir von meiner ersten Geburt.
00:12:47: Ich hatte eine Hausgeburt geplant, alles war vorbereitet und nach langem Wartens sitzen die Wehen ein ganz zögerlich.
00:12:58: Es wurde eine sehr sehr lange Geburt.
00:13:02: in diesen langen Stunden habe ich Folgendes erlebt wenn mich niemand störte war ich ganz bei mir.
00:13:11: Ich mochte es zum Beispiel nicht angefasst zu werden oder dass mir jemand den Rücken massierte.
00:13:21: Ich konnte mich besser dem Geburtsgeschehen hingeben, wenn ich eben ganz für mich war und fand dann auch in mir so viel Vertrauen dass ich mich dem hingeben konnte.
00:13:37: Alle meine Vorstellungen davon wie es sein sollte die konnte ich vergessen.
00:13:44: Am Ende kam ich doch ins Spital endete mit einer Vakumextraktion.
00:13:51: Ein hässliches Wort, so hässlich und so traumatisch habe ich das auch erlebt!
00:13:59: Die schmerzhaften Teile dieser Geburt und diese Angst die habe ich nie vergessen.
00:14:06: doch trotzdem ist daraus kein Traume einstanden weil ich mit entscheiden konnte.
00:14:14: für mich war in diesem Moment ganz klar dass das jetzt die beste Lösung ist.
00:14:21: Ich brauchte sehr lange um mich zu erholen und es tat mir unendlich leid, daß mein Kind so schwer durchmuste.
00:14:30: Traumavolgen habe ich keine davon getragen.
00:14:35: Was ich damals gespürt habe bestätigt heute die Forschung.
00:14:40: eine Frau erlebt ihre Geburt dann als gut wenn sie mitentscheiden kann.
00:14:46: Das wiegt viel schwerer als die Frage, wieviel Schmerz sie hatte oder wie kompliziertes medizinisch wurde.
00:14:56: Ich konnte mitentscheiden.
00:14:58: Lea hat in der Badewanne die Entscheidung abgegeben ohne es zu merken.
00:15:04: Entscheiden andere über eine Frau hinweg für das zu einer sogenannten Incoherenz im Gehirn – zu einer Unordnung zum Chaos.
00:15:16: Diese Unordnung verunmöglicht dann spät die Verarbeitung und sie erzeugt immer auch ungute Gefühle wie Angst, Schuld usw.
00:15:30: Wenn du heute noch an deiner Geburt leidest Dann hat das mit deinem Nervensystem und deiner Geschichte zu tun Und es hat mit einer Kultur zu tun, die dir beigebracht habt dich zusammenzunehmen und diese Kultur hat auch zu deiner Geschichte geführt.
00:15:55: Es wurde dir beigebracht, dich zusammenzunehmen.
00:15:59: Geburtstrauma ist auch ein Spiegel unserer Gesellschaft.
00:16:05: Und jetzt kommt das was mir am meisten am Herzen liegt Kultur fällt nicht vom Himmel.
00:16:14: Menschen machen sie Eine Geschichte wird erzählt und weiteren zählt von der Mutter an die Tochter im Kurs, in dem Film.
00:16:22: Und irgendwann gilt sie als normal.
00:16:25: Eine Löwin bringt ihre Jungen genauso zur Welt wie vor tausend Jahren.
00:16:32: Wir Menschen können etwas das kein Tier kann.
00:16:35: Wir erschaffen Kultur!
00:16:39: Und wir können sie verändern mit jeder Geschichte, die wir neu erzählen Und ich finde, es ist Zeit dafür.
00:16:49: Zeit für neue Bilder, Zeit für... ...neue Geschichten über Geburt.
00:16:55: Wie könnte das denn aussehen?
00:16:59: Stell dir eine Frau in den Wehen vor!
00:17:03: Sie spürt dass sie aufstehen will und sie steht auf.
00:17:08: Sie spürt dass sie tönen will und lässt es einfach zu.
00:17:13: Sie wird laut.
00:17:15: Sie merkt wir becken weit wird, gedänt wird und sie lässt es geschehen.
00:17:22: Sie weiß was in ihrem Körper passiert und versteht was er ihr sagt.
00:17:29: Die Hebamme ist da die Ärztin vielleicht auch?
00:17:34: Sie passen auf und greifen ein wenn es nötig ist.
00:17:38: Die Führung bleibt bei der Frau.
00:17:42: Niemand kann besser wahrnehmen was in einer gebärenden geschieht als sie selbst wenn sie mit ihrem Körper verbunden ist, seine Impulse spürt und sie richtig deutet.
00:17:56: Ich habe das bei meiner eigenen Geburt erlebt in diesen langen Stunden, in denen mich niemand störte und ich habe es in vierzig Jahren als Hebamme bei so vielen Frauen gesehen.
00:18:11: vor vielen jahren hab ich mein Kurskonzept geschrieben Eine Frau soll nach sich selbst gebären können, nicht nach Loboyer, Lamas oder sonst wem.
00:18:24: Und das gilt für mich heute noch – so entsteht eine neue Geburtskultur von innen heraus!
00:18:32: Dafür braucht es keine neuen Leitlinien und Gesetze von außen.
00:18:36: Es beginnt bei jeder Frau die wieder auf sich hört und bei jeder die ihre Geschichte erzählt.
00:18:43: auch die Schwere Deine gehört dazu.
00:18:48: Ich lade dich zu einer kleinen Übung ein, nimm dir dafür ein paar Minuten vielleicht ein Blatt Papier und einen Stift.
00:19:00: Schreib auf was du über Geburt mitbekommen hast Bevor du selbst geboren hast.
00:19:07: Welche Geschichten hat die deine Mutter über deine eigene Geburt erzählt?
00:19:13: Was hast Du von Großmüttern, Tanten oder Freundinnen gehört?
00:19:19: Welche Bilder hattest du im Kopf aus Filmen oder Serien?
00:19:25: Und was hast Du Dir vorgestellt, dass es furchtbar wird, das Du es schaffen musst, dass die Fachleute schon wissen, was richtig ist.
00:19:36: Dann geh noch ein Stück weiter zurück!
00:19:40: Welche Sätze hast Du als Kind gehört wenn Du Dir weh getan hast oder wenn Du traurig warst?
00:19:49: Nimm Dich zusammen is doch nicht so schlimm.
00:19:55: Schreib den Satz auf, der dir als erstes einfällt.
00:20:02: Lies durch was auf deinem Platz steht und frag dich welcher dieser Sätze hat bei meiner Geburt mit geredet.
00:20:14: Spür dabei auch in deinen Körper hinein wenn sich dein Bauch zusammenzieht oder deine Schulter nachgehen.
00:20:23: hast du einen Satz gefunden?
00:20:29: Und zum Schluss schreibe einen eigenen Satz daneben einen, den du damals gebraucht hättest.
00:20:37: Zum Beispiel... Was ich gespürt habe war echt oder Ich hätte laut sein dürfen.
00:20:54: Mein Schmerz zählt auch wenn das Kind gesund ist.
00:21:04: Du findest deinen eigenen Satz.
00:21:09: Du musst ihn noch nicht glauben Lies in dir laut vor.
00:21:15: Es reicht dass er jetzt auf dem Papier steht gleich neben dem alten Satz.
00:21:22: Er ist der erste Satz deiner neuen Geschichte.
00:21:28: Wenn du bei der Übung gemerkt hast, wie dein Körper auf einen alten Satzer reagiert Dann bist Du in guter Gesellschaft.
00:21:37: Viele Frauen spüren erst nach Jahren das sich ihr Bauch zusammenzieht oder der Atemstock sobald sie an ihre Geburt denken.
00:21:46: Am Samstag vierzehnten November um zehn Uhr Gebe ich einen kostenlosen Online Workshop.
00:21:54: Aus Angst wird innerer Halt, wir schauen dort gemeinsam was solche Sätze und Schutzmuster mit deinem Körper machen und wie du Einfluss auf deine Gefühle nehmen kannst.
00:22:09: Den Link zur Anmeldung findest Du in den Show Notes.
00:22:13: Und jetzt komme ich zum Schluss.
00:22:15: Erinnerst Du Dich an die Frau vom Anfang Auf dem Sofa Mit dem Baby auf der Brust?
00:22:22: Bevor sie ihre ganze Geschichte erzählen kann, muss sie erkennen wodurch diese Blockaden, diese Hindernisse in ihrem Körper erzeugt worden sind.
00:22:34: Waren es Dinge-, Handlungen-, Worte von außen?
00:22:40: Oder alte Geschichten, verinnerlichte Konditionierungen, Muster aus ihrer Vergangenheit?
00:22:48: Bei dieser Erkenntnis über sich selbst kann sie spüren was sie braucht und wie sie tägt, zum Beispiel dass sie jemanden an ihrer Seite braucht der ihr sagt was gerade passiert.
00:23:00: Das ist besonders wichtig bei einem Kaiserschnitt oder das sie still wird wenn sie ganz bei sich ist und das gerade dann niemand nachfragen soll.
00:23:15: Und so erschafft sie neue Bilder von einer Frau die in den Wehen tönt so laut sie will.
00:23:23: Die spürt, ob warmes Wasser das Richtige ist oder nicht und ob ihr Berührung gut tut oder ob sie sich lieber in ihre innere Welt zurückzieht.
00:23:35: So fängt neue Geburtskultur an!
00:23:38: Mit dieser Folge schließen wir die Reihe über die drei Ebenen von Geburtstrauma ab.
00:23:47: Danke dass du bis hierher zugehört hast.
00:23:51: Wenn dir beim Zuhören ein Satz aus deiner Kindheit eingefallen ist, schreibe ihn auf bevor du weitermachst mit deinem Leben.
00:23:59: Und wenn du eine Frau kennst die das gerade hören muss dann schicke diese Folge.
00:24:06: Ich bin Christine Weibel und das war von ihr bis zum nächsten Folge.
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